Philippinen-Reisebericht: Reisetipps für das vergessene Inselparadies

Unsere Gesellschafterin Marion Heider ist gerade aus ihrem dreiwöchigen Philippinen –Aufenthalt zurückgekehrt, wo Sie Planung und Arbeit mit Urlaub verbunden hat. Und sie hat viele interessante Eindrücke mitgebracht. Am 29.10. ging es los – 3 Wochen Philippinen auf den Spuren der REISEN MIT SINNEN-Reisen.

Marion Heider gibt Tipps für Ihre Philippinen-Reise

Ich war wirklich überrascht und begeistert! Das Land ist extrem vielfältig mit beeindruckenden Landschaften mit leuchtendgrünen Reisterrassen, der wilden Welt der Vulkane, rauschenden Flüssen zwischen üppig-grünen Uferfelsen und Mangroven, schweißtreibenden Dschungelwanderungen, faszinierenden Tieren zu Land und zu Wasser –von den allgegenwärtigen Wasserbüffeln über großäugige Koboldmakis hin zu Delfinen und Wasserschildkröten sowie bunten Tropenfischen–, einem Manila, das fast ständig einem Verkehrsinfarkt zu erliegen droht und herzlichen Menschen, die einem  immer wieder freundlich und hilfsbereit zur Seite stehen. Und natürlich gibt es bei einem Land mit zig Inseln die tollsten Strände, Buchten und Schnorchelplätze.

Der Archipel der Philippinen erstreckt sich im Südosten Asiens. Die Inselgruppe umfasst mehr als 7100 Eilande und nimmt ein wahrhaft beeindruckendes Areal von 300.000 km² ein. Neben Luzon sind Mindoro, Palawan und Panay die größten philippinischen Inseln.

Abseits der Küste und fernab von den feinsandigen Stränden zeigt sich auf den Philippinen eine Welt, die vielseitiger kaum sein könnte. Über einen erheblichen Teil der Inseln erstreckt sich der Dschungel. Er hat sich über Jahre hinweg zum wichtigen Lebensraum für Tiere und Pflanzen entwickelt. Mehr denn je präsentiert er sich heute mit gnadenloser Vielfalt und beispiellosem Artenreichtum. Die Igorot-Bergvölker haben schon früh damit begonnen, die eigenen Reisterrassen anzulegen. Mittlerweile legen diese ein beachtliches Alter von 2000 Jahren aufs Parkett.

Bis heute werden die Reisterrassen auf Luzon von den Einheimischen beinahe kunstvoll angelegt. Sie sind für die Menschen, die auf den Philippinen leben, seit jeher bedeutende Einnahmequelle, zuallererst aber für den Eigenbedarf gedacht.

Philippinen Reisefotos

Philippinen Reisefotos

Die Stationen meiner Reise waren Manila und dann Pagsanjan und der Mount Pinatubo auf Luzon, die Visayas-Insel Bohol und dann die Trauminsel Palawan von Puerto Princesa über Sabang nach El Nido im Norden.

Beeindruckend fand ich vor allem die Vielfalt der Natur, die Freundlichkeit der Leute, die Fortbewegung in den bunten Tricycles und Jeepneys, das Türkis des Meeres vor Palawan.

Überrascht hat mich:
…wie die Bootsführer bei Pagsanjan ihre Hände und Füße zu Hilfe nehmen um unser Boot die Stromschnellen hoch voranzutreiben.
…dass die Wanderung zum Kratersee des Mount Pinatubo für mich keineswegs langweilig war, obwohl ich doch schon sehr viele verschiedene Vulkane gesehen habe. Aber sowohl die Jeepfahrt zum Ausgangspunkt der Wanderung sowie die Landschaft unterwegs sind wirklich einmalig!
…wie klein die Koboldmakis tatsächlich sind.
…dass selbst im kleinsten Dorf ein Basketballkorb hängt.
… was für ein wunderbares Gefühl es ist, wenn man beim Schnorcheln vor Balicasag Island plötzlich die erste Meeresschildkröte vor sich schwimmen sieht. Und dann noch eine und noch eine…

…der kleine Buschflughafen von El Nido, wo fast alles noch manuell gemacht wird und man per Jeepney zum Flugzeug gebracht wird.
…dass es fast überall Pizza gibt – und zwar leckere!
…die Farbe des Meeres in der Inselwelt vor El Nido und dass man einen kilometerlangen Traumstrand ganz alleine für sich haben kann.
…wie heiss es an manchen Tagen auf Palawan schon um 8 Uhr morgens sein kann.

Phillipinen Reisetipps

Phillipinen Reisetipps

Empfehlen würde ich für Reisegäste, die noch nie auf den Philippinen waren:

…am besten 2 oder 3 Inseln zu verbinden, aber nicht mehr. Sonst wird es zu viel.
…zu vermeiden häufiger als nötig nach Manila rein- und rauszufahren – der Verkehr ist höllisch!
…Ohrenstöpsel können nicht schaden: gegen Hähne in der Nacht oder auch bei lauten Bootsmotoren.
…sich darauf einzustellen, dass man viel schwitzt.
…keinen Adapter mitzubringen – den braucht man nicht.
…nicht zu viele Fahrten zu planen – die Strecken dauern meist länger als gedacht.
…immer ein freundliches Lächeln bereit zu haben – man wird sofort dafür belohnt.
…sich auch mal einfach nur treiben zu lassen…

…unsere 23-tägige Natur- und Begegnungsreise mit qualifizierter Reiseleitung ab Februar 2017, weil hier die beiden sehr verschiedenen Inseln Luzon und Palawan besucht werden und man so ganz viele Highlights und eine unglaubliche Abwechslung erlebt.

Was für ein wunderbares Gefühl, wenn man beim Schnorcheln vor Balicasag Island plötzlich die erste Meeresschildkröte vor sich schwimmen sieht.

Was für ein wunderbares Gefühl, wenn man beim Schnorcheln vor Balicasag Island plötzlich die erste Meeresschildkröte vor sich schwimmen sieht.

Und hier noch ein paar Tipps für Ihre Philippinen Reise:

Andere Länder, andere Sitten!
Dieser viel zitierte Satz hat seine Gültigkeit nicht verloren. Viele unserer Verhaltensmuster lassen sich kaum innerhalb weniger Flugstunden ändern, doch durch Offenheit, die Einhaltung der üblichen Höflichkeitsregeln und ein wenig Humor, haben wir als Reisende die Chance, nicht nur wegen der Devisen ein gerngesehener Gast zu sein. Ausgesprochen wichtig ist es, nie das Gesicht zu verlieren . So kann z.B. Ehrlichkeit nur erwartet werden, wenn die Filipina oder der Filipino durch eine ehrliche Antwort nicht in Verlegenheit kommt. Die sicherste Art, jeglichen Respekt zu verlieren, ist es wenn man laut oder aggressiv wird oder ein arrogantes Verhalten an den Tag legt. Harmonie ist sehr wichtig auf den Philippinen. Konfrontationen und Kritik sollten – wenn unbedingt nötig – niemals vor anderen Personen passieren, Kritik möglichst in Komplimente eingepackt werden. Belehrungen werden in der Regel ignoriert, wenn sie nicht geschickt in Lob verpackt sind.

Was man nicht erwarten sollte: Pünktlichkeit (15 Minuten zu spät ist angebracht), Genauigkeit, Effizienz und allzugroße Rücksichtnahme. Diese Werte, die für uns Europäer als Tugenden gelten, werden hier eher als Schwächen angesehen. Der typische Filipino zeichnet sich nicht als Held aus, er wird einer Konfrontation immer aus dem Wege gehen. Rücksichtnahme auf Mitmenschen oder Nachbarn gibt es hier nicht. Wenn es jemandem gefällt, seine Karaokeanlage die ganze Nacht auf volle Lautstärke zu betreiben, ist es ihm egal, wie vielen Nachbarn er den Schlaf raubt. Aber niemand wird dazu etwas zu sagen …

Wenn man jemanden heranwinkt , bitte stets mit der Handfläche nach unten.  Jemanden mit der Handfläche nach oben heranzuwinken gilt als unhöflich oder gar beleidigend.

Wenn Sie Menschen fotografieren  wollen, fragen  Sie vorher bitte um Erlaubnis.  Im  Allgemeinen  wird  sie gewährt und  häufig  wird  dem  Wunsch,  ein Foto  machen zu  dürfen,  mit einem herzlichen  Lächeln  entsprochen.  Respektieren Sie aber  auch  eine  Absage und machen Sie keine heimlichen Aufnahmen.
Hey Joe! – Dies wird man als Ausländer oft zu hören bekommen. Weniger auf den Visayas, dafür umso häufiger auf Luzon. Denn jeder westlich aussehende Ausländer heißt nun mal Joe. Dieser Gruß ist freundlich gemeint. Und auch wenn man kein Amerikaner und ehemaliger GI ist, sollte man freundlich zurückgrüßen oder winken, und nicht unbedingt anfangen zu erklären, dass man weder Joe heißt noch Amerikaner ist.

Toleranz, Geduld, etwas Sensibilität und vor allem ein freundliches, „asiatisches“ Lächeln gehören also unbedingt ins Reisegepäck. Nehmen Sie das Leben etwas lockerer als daheim, regen Sie sich nicht auf und erwarten Sie keine Perfektion oder deutsche Gründlichkeit, dann werden Sie unglaublicher Freundlichkeit begegnen und von einem herzlichen Lächeln begleitet!

Hhilippinen Reisehinweise

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Essen und Trinken auf den Philippinen

Die philippinische Küche ist durch Einflüsse der spanischen, indischen als auch chinesischen Küche multikulturell. Scharfe Gewürze werden im Gegensatz zu den Nachbarländern kaum verwendet. Ein Spanferkel an der Bambusstange über Kokosschalenfeuer gegart ist unter „Baboy Lechon “ bekannt. Eine besondere Beilage ist die aus gestampfter Leber angerührte Soße. Eine weitere nationale Speise ist „Dinuguan “, ein aus frischem Schweineblut, Innereien und Pfeffer gekochter Eintopf. Meeresfrüchte, „Lapu-Lapu“ (Seebarsch) sowie „Tanguingue “ (Spanische Makrele) sind auf jeder Speisekarte zu finden. Ob gedünstet, roh oder gekocht in einer „Sinigang na isda“ (Fischsuppe) ist für jeden Gaumen etwas dabei.  Als Nationalgetränk gilt natürliches Wasser, welches nur in den Städten desinfiziert wird und daher mit Vorsicht zu genießen ist. Eine Alternative dazu ist das bekömmliche Wasser einer jungen Kokosnuss.

 

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Mein Fazit: Ich war wirklich begeistert von den Philippinen und es war sicherlich nicht meine letzte Reise dorthin – es gibt ja noch so viele Inseln dort…

Marion Heider, Asien-Expertin von REISEN MIT SINNEN

 

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